Urban Weave - A temporary interactive installation

 

Konzept

Der Schlossplatz in Berlin ist ein gewaltiger leerer Platz, der eine sehr bewegte und vielschichtige Geschichte hat. Berlin, die Stadt der vielen Künstler und Galerien, des Theaters und der Musik - kurz gesagt der kreativen Szene, hat im Herzen eine Lücke. In der Zeit zwischen dem Abriss des Palasts der Republik bis 2008 und dem verschobenen Wiederaufbau des Schlosses fehlt eine Idee, die dem Platz einen Charakter verleiht.

"It’s against this unique backdrop that Lionel Michel and Roland Heuger created Urban Weave, an architectural intervention that perfectly matches the mix of tradition and modernity that’s at the core of what makes Berlin so Berliny." - thecreatorsproject.com

Urban Weave ist der Vorschlag für eine interaktive Installation, die dem Schlossplatz zeitweise eine Identität verleiht und es den Besuchern erlaubt, den Raum gemeinsam zu gestalten.

Basis der Installation ist ein Raster aus drehbaren Metallmasten an deren Spitzen elektrolumineszierende Kabel befestigt sind und ein Netz über dem Besucher bilden. Da die Masten eine Krümmung aufweisen, ist die Spitze aus dem Rotationsmittelpunkt gerückt – es entsteht eine exzentrische Bewegung, die das Kabelnetz verformt. Im Falle der Zueinanderrichtung zweier Masten, hängt das Kabel durch, im umgekehrten Fall wird das Kabel gespannt.

Die Installation soll es den Besuchern ermöglichen den Ort aktiv mitzugestalten. Jeder hat Einfluss auf das Gewebe in dem er sich durch Geräusche bemerkbar macht. Er kann laufen, trampeln, singen oder klatschen – die Masten drehen sich zu ausgesendeten Impulsen hin. Impulse breiten sich wellenförmig aus, Masten werden je nach Entfernung zeitverzögert und mit abnehmender Intensität angesprochen. Alle Impulse werden aufgenommen, interpretiert und auf den Zustand der Installation übertragen. Die Masten wirken wie neugierige Köpfe, dessen Aufmerksamkeit sich beeinflussen lässt.

Es wurde ein Prototyp im Maßstab 1:66 angefertigt um die Steuerung der Masten zu simulieren und zu testen. Im Modell kommen 18 Schrittmotoren zum Einsatz, die mit einem Arduino Mega gesteuert werden. Ein Shield für das Arduino und 6 doppelseitige Steuerungsplatinen für jeweils 3 Motoren wurden entworfen und geätzt. Sketches aus Fritzing dienten als Grundlage für die Erweiterung und Ausarbeitung mit Eagle. Als Draht kommt ersatzweise einfaches Gummiband zum Einsatz. Menschen, im Modell durch computergenerierte Punkte repräsentiert, werden per Projektion dargestellt um Geräusche und weitere Interaktion zu simulieren.

Prototyp

Team

Roland Heuger und Lionel Michel sind freiberufliche Interaction Designer mit Standort Berlin und studieren Interfacedesign an der FH Potsdam.

Credits

Danke für die Unterstützung durch Reto Wettach und Markus Löffler from FHP, University of Applied Sciences Potsdam, André Knörig und Daniel Tzschentke.

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